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In der anthroposophischen Lebenspraxis kommt der künstlerischen Gestaltung eine zentrale Bedeutung zu. Das Künstlerische vermag Spirituelles zu vergegenwärtigen.
Besonders sichtbar wird Rudolf Steiners Kunstimpuls in der Architektur: Formensprache und Farbgebung werden in der Gebäudegestaltung nach urbildlich am Menschen abgelesenen Prinzipien angewandt. Durch die grafische Kunst in Schrift, Linie und Flächengestaltung, hat Rudolf Steiner seinen Initiativen einen unverwechselbaren stilistischen Ausdruck verliehen. Die neu geschaffene Eurythmie als Bewegungskunst zu Sprache und Musik ist eine eigenständige Kunstgattung. Ihre pädagogische und therapeutische Wirksamkeit kommt im Schulunterricht wie in der Heileurythmie zur Geltung. Rudolf Steiners Kunstimpulse kommen auch in der Bühnenkunst, (Sprachgestaltung und Schauspiel), sowie in der Malerei und Plastik zum Ausdruck.
Die soziale Kunst wird in allen Lebensfeldern geübt. Sie ist wohl eine der schwierigsten Künste.
Viele aus anthroposophischen Impulsen schaffende Künstler in der Schweiz sind wenig in Verbänden organisiert. Manche treffen sich zum Austausch und zur Zusammenarbeit auf der Ebene der Sektionen am Goetheanum in Dornach:
Sektion der Bildenden Künste für Architekten, Bildhauer, Maler, Graphiker, Raumgestalter, (u.a. farbige Wandlasur).
Sektion für Redende und Musizierende Künste für Musiker, Sprachgestalter und Eurythmisten.
Sektion für Schöne Wissenschaften für Dichter, Sprachwissenschaftler. Im weiteren Sinne alle Kulturwissenschaftler bis zu den Völkerkundlern.
Sektion für Sozialwissenschaft Da das Soziale alle Lebenspraxis durchzieht, kann diese alle Lebensfelder beratend unterstützen.
Der Kunstbegriff in der Anthroposophie ist sehr weit zu denken. Ohne ein künstlerisches Erleben und Verständnis ist zum Beispiel anthroposophische Medizin und Pädagogik nicht zu verstehen und zu praktizieren. Das Künstlerische wird dann zur Methode und ist somit nicht im Sinne eines Produkts gemeint.
Darum spricht Rudolf Steiner von Heilkunst, Erziehungskunst. Jede Lebenspraxis bedarf der spirituellen Vertiefung, der meditativen Übung. Gleichwohl ist damit auf einen Weg, der erforschbaren deutlichen Gesetzmässigkeiten folgt, hingewiesen. Das Schaffen aus solchen Quellen wird zur Grundlage einer ganzheitlichen Lebenspraxis.
Als „Kleinodienkunst“ wird heute diejenige Schmuckrichtung bezeichnet, die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts inauguriert und zusammen mit der Goldschmiedekünstlerin Bertha Meyer-Jacobs entwickelt hat.
Es gehören dazu vielzählige Entwürfe, um die ihn einzelne Persönlichkeiten baten.
Rudolf Steiners Anliegen war, die Form und das Material zu verlebendigen, was mit Hilfe der Treibkunst möglich schien. Diese Technik ist uralt. Die Ägypter brachten sie zu einem ersten Höhepunkt. Mehr über Kleinodienkunst erfahren Sie in dem Buch „Kleinodienkunst als goetheanistische Formensprache“, (Rudolf Steiner Verlag, GA K 51).
Es gibt einige Architekturbüros in der Schweiz, die den anthroposophischen Kunstimpulsen nahe stehen:
Beutler Breitenstein Röthlisberger
Architekten AG
www.bbr-architekten.ch
HSS-Architektur
Henning Schulze-Schilddorf
www.hss-architektur.ch
Architekturbüro Marc Hänni
www.marchaenni.ch
www.src-architekten.ch
Monika Kagermeier Glas-Kunst
www.farbglas-atelier.ch/7a.htm
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Assenza Malschule
Die Assenza Malschule ist eine private Kunstschule, die in dieser Form seit 1986 existiert. Sie bietet Studiengänge, Workshops und Kurse und veranstaltet Ausstellungen.
Ein Ausbildungsschwerpunkt bildet die Beschäftigung mit der Farbe: Farbe als Bewegung, Farbe als Klang, Farbe als Geschehen zwischen Hell und Dunkel, Farbe als Vermittlerin zwischen Innen und Aussen.