„LEBENLASSEN im Verständnisse des fremden Wollens ….“¹ im Zusammenhang mit Wirtschaft und Geld

Text : HERMES-ÖsterreichVerständnis

Der Unterschied zwischen mir und meinem Mitmenschen liegt durchaus nicht darin, dass wir in zwei ganz verschiedenen Geisteswelten leben, sondern, dass er aus der uns gemeinsamen Ideenwelt andere Intuitionen empfängt als ich. Er will seine Intuitionen ausleben, ich die meinigen. Wenn wir beide wirklich aus der Idee schöpfen und keinen (….) äußeren Antrieben folgen, so können wir uns nur in dem gleichen Streben, in denselben Intentionen begegnen. Ein sittliches Missverständnis, ein Aufeinanderprallen ist bei sittlich freien Menschen ausgeschlossen. Nur der sittlich Unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt. Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen. Sie kennen kein anderes Sollen als dasjenige, mit dem sich ihr Wollen in intuitiven Einklang versetzt; wie sie einem besonderen Falle wollen werden, das wird ihnen ihr Ideenvermögen sagen.

Läge nicht in der menschlichen Wesenheit der Urgrund zur Verträglichkeit, man würde sie ihr durch keine äußeren Gesetze einimpfen! … In jedem von uns wohnt eine tiefere Wesenheit, in der sich der freie Mensch ausspricht.¹

Dieses Schöpfen aus der Ideenwelt, frei von physischen und sittlichen Zwängen, im Ver-ständnis des „fremden Wollens“, ist ein Schlüssel des assoziativen Wirtschaftens im Erzeugungs- oder Vertriebsbereich, wo Austausch gepflegt wird über Materialien, Transportmittel und –wege sowie Herstellungsverfahren, und für den achtsamen Umgang mit Boden, Umwelt, Tieren und Menschen. Nachhaltiges Wirtschaften bedenkt kurz- und langfristige Konsequenzen. Wenn Produzenten, Händler und Verbraucher sich als „freie Menschen“ in Assoziationen zusammenfinden, werden sie danach trachten, nur das herzustellen bzw. zu errichten, anzubauen, was benötigt wird. Die  finanziellen Mittel werden zustande kommen durch faire, kostendeckende Preise. Löhne und Gehälter, welche die Arbeitenden als Einkommen erhalten, werden gemessen an ihrem Anteil am Erzeugnis, an der Leistung. Die Assoziationen werden mit in Betracht ziehen die Sorge um Erziehung und Ausbildung der Kinder sowie um die Betreuung der betagten Menschen. Die Gewinne werden dazu dienen die Gemeinschaften und Gemeinden weiterzuentwickeln. Wenn Menschen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel für neue Projekte in ihrem Umkreis zur Verfügung stellen, kann vieles Anfängliche weiter entwickelt werden. Beispiele von integrativen Gemeinschaften zeigen, wie im Zusammenleben und –wirken durch die Befreiung von äußeren Vorschriften und triebgeführten Willensimpulsen, jeder seine Intuitionen einbringen kann, diese die Gemeinschaft bereichern und kulturell sowie sozial weiter entwickeln. Egoismus, Streben nach Macht und Geld werden so überwunden. Verständnis für die Vorgänge in der Natur, im Weltall und zwischen den Menschen sowie Freude können entstehen, Habgier, Geiz und Neid weichen. In diesem Sinne gilt „Freunde sucht den Sinn der Dinge, dass auch Freude Euch durchdringe“²

1)GA 4, 15.Aufl age 1987, S. 166 f.
2)Harmonie der Sterne, S.114 in „Lieder für Ferien, Fahrt und
Lagerfeuer“

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