Musikkonzert „Kunst Der Fuge” mit dem Planeten-Quartett Dornach 432 Hz

Text: Wolfgang Schaffer

Wie ein Gruß aus der Vergangenheit und zugleich auch ein Wink aus der Zukunft mutete ein Konzert an, das am 24. November im Haus der Anthroposophie in Wien von den Musikern des „Planeten- Quartett” aus Dornach aufgeführt wurde. Katharina Schamböck, Adolf Zinsstag, Hermann Geugis und Gotthard Killian spielten auf speziell gefertigten Streichinstrumenten, die – den zu ihrem Bau verwendeten Holzarten entsprechend – verschiedenen Planetenwirkungen zugeordnet werden können. Ganz speziell war auch der Einsatz einer Geige, die den Erkenntnissen von Franz Thomastik gemäß vor rund 100 Jahren in Absprache mit Rudolf Steiner konzipiert und gebaut wurde. Das Thomastik Quartett spielte 1922 beim „West Ost Kongress” in Wien mit. Bemerkenswert war auch die Tatsache, dass der Großvater eines der ausführenden Musikers seinerzeit den Anstoß zur Durchführung des Kongresses 1922 in Wien gegeben hatte: Hermann Eichenberger, der damalige Geschäftsführer des Bundes für soziale Dreigliederung in Wien. J.S.Bachs letztes Werk, die KUNST DER FUGE, vollständig ausgeführt als Streichquartett, vereint visionäre intensive Melodie mit dem bisher noch immer unübertroffenen traditionellen Handwerk des Meisters. Dem Klang und der Aufführung des Konzertes durch das „Planetenquartett Dornach” verdanken wir einen Höreindruck, der die Lebendigkeit dieser zeitlos gültigen Musik unmittelbar erlebbar macht. Dieses Klangerlebnis kann man sich auch für die Verwirklichung des geplanten Kongresses „Ost-West Wien 2022” wünschen!

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